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10 min LesezeitVeröffentlicht am 26.04.2021Alltagsthemen

Gartenpflege im Frühling: Ideen und Tipps

Ein Ehepaar arbeitet gemeinsam im Garten. Sie bereiten den Garten auf den Sommer vor.

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlicht am 26.04.2021

Was im Garten jetzt ansteht, wie Sie ein Gemüsebeet anlegen und vieles mehr. Entdecken Sie unsere Ideen und Tipps für die Gartenpflege im Frühling.


Wenn die Tage länger, die Temperaturen milder und die Bäume grüner werden, ist es endlich wieder soweit: Der Frühling ist da! Gesegnet sind jetzt all diejenigen, die einen Garten oder einen großen Balkon haben – denn wo ließen sich die ersten Sonnenstrahlen des Jahres besser genießen? Den Kaffee am Morgen umringt von prachtvollen Blumen, summenden Bienen und zwitschernden Vögeln genießen: Balsam für die Seele! Auch die Gartenpflege selbst kann unglaublich entschleunigend und erfüllend sein – und die ersten Ergebnisse werden nicht lange auf sich warten lassen. Wir verraten, worauf es jetzt ankommt.

Welche Gartenarbeiten stehen im Frühling an?

Wer seinen Garten im Sommer vor allem genießen und sich viel Arbeit ersparen möchte, sollte am besten schon im März und April mit der Gartenpflege beginnen. Den Boden vorbereiten, den Rasen mähen und das Unkraut entfernen: Bereits im Frühling gibt es einiges zu tun! Wann genau Sie mit welcher Arbeit anfangen, hängt natürlich immer vom Wetter ab – jedoch können Sie sich an unserem Plan orientieren, um Ihren Garten frühlingsfit zu machen.

März: Bodenpflege und Rosenschnitt

1. Bestandscheck:

Im März heißt es: Vorbereiten! Prüfen Sie zunächst, ob Spaten, Harken und Scheren noch funktionstüchtig sind, säubern Sie Ihre Gartengeräte und testen Sie, ob sämtliche Schläuche und Wasserhähne dicht sind. Fehlt noch etwas? Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, das Equipment aufzustocken oder defekte Utensilien zu erneuern.

2. Bodenpflege:

Er ist das Fundament von Bäumen, Nutzpflanzen und Blumen und sollte im März auf die neue Saison vorbereitet werden: Der Boden. Werden die Temperaturen milder und ist kein Frost mehr in Sicht, können Mulch, Steine und Laub entfernt werden, bevor die Erde umgegraben wird. Anschließend benötigt der Boden eine kleine Ruhezeit, sodass sich wieder neue Mikroorganismen an der Oberfläche ansiedeln können. So erwacht er pünktlich zum Frühjahr zu neuem Leben und ist bereit für die nächste Aussaat.

3. Rosenschnitt:

Bis zum April sollte der Rückschnitt Ihrer Rosen erledigt sein – dann werden Sie im Sommer mit einer schönen Blüte belohnt. Faustregel für den richtigen Zeitpunkt des Rosenschnitts: Wenn der Forsythie (auch Goldflieder genannt) seine Knospen öffnet.

4. Teichpflege:

Wer einen Gartenteich hat, kann nun das schützende Laubnetz entfernen, Faulschlamm beseitigen, die Uferbepflanzung stutzen und die Wasseranschlüsse reaktivieren.

April: Rasenpflege, Umtopfen und Düngen

1. Rasenpflege:

Im April sollte der Rasen vertikutiert werden, um ihn wieder mit ausreichend Luft, Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Durch die Behandlung mit dem Vertikutierer werden auch Moos und Unkraut entfernt, sodass die Grashalme Luft zum Atmen haben und gesund wachsen können. Kürzen Sie den Rasen im April auf etwa 4-5 Zentimeter, düngen Sie ihn gut und mähen Sie ab diesem Zeitpunkt etwa einmal pro Woche.

2. Kompost umsetzen:

Wer mit eigenem Kompost düngt, vermeidet einerseits Abfall und erhöht andererseits die Qualität seines Bodens. Im April sollte der Kompost umgesetzt werden, wobei das Material von unten nach oben und von innen nach außen gekehrt wird. Durch dieses „Umdrehen“ wird der Kompost mit frischem Sauerstoff versorgt und lebendig gehalten.

3. Pflanzen zuschneiden:

Hecken, Stauden, Sträucher und Bäume sollten im April einen Rück- beziehungsweise Formschnitt bekommen. Aber Vorsicht: Zwischen März und Oktober brüten viele Vögel in den Ästen, seien Sie also achtsam.

4. Düngen:

Insbesondere Zwiebelblumen wie Narzissen, Hyazinthen und Tulpen sind im Frühjahr hungrig nach Nährstoffen. Auch Rhododendron sollte spätestens im April gedüngt werden. Noch ein Tipp für Stauden: Stellen Sie diese 10-15 Minuten in Wasser, bevor Sie sie einpflanzen. Der Wurzelballen sollte bestenfalls mit der Erdoberfläche abschießen.

Mai: Gartenhaus, Gemüsebeet und Co.

1. Knollen und Zwiebeln pflanzen:

Im Mai kann fleißig gesät werden! Knollen, die während der Winterzeit im Keller gelagert wurden, dürfen nun wieder in die Erde. Dazu gehören Geranien, Dahlien und Begonien. Der beste Zeitpunkt? Nach den Eisheiligen, da die Pflänzchen frostempfindlich sind.

2. Blumen aussäen:

Viele Samen können nun direkt im Freien gesät werden. Gestalten Sie im Mai Ihre Blumenwiese, zum Beispiel mit Kapuzinerkresse und Ringelblumen. Auch für Stockrosen ist jetzt der optimale Zeitpunkt.

3. Gemüsebeet gestalten:

Im Mai kann fleißig gesät werden! Knollen, die während der Winterzeit im Keller gelagert wurden, dürfen nun wieder in die Erde. Dazu gehören Geranien, Dahlien und Begonien. Der beste Zeitpunkt? Nach den Eisheiligen, da die Pflänzchen frostempfindlich sind.

4. Gartenhaus putzen:

Auch das gehört zur Gartenpflege im Frühling: das Gartenhäuschen samt darin gelagertem Equipment freut sich im Mai über einen Frühjahrsputz! Bringen Sie auch Ihre Gartenmöbel auf Vordermann, sodass Sie es sich bei schönem Wetter nur noch gemütlich machen müssen.

Gemüsegarten anlegen: Tipps für den Frühling

Wer einerseits einen Garten und andererseits auch noch Zeit hat – zum Beispiel durch den Eintritt ins Rentenalter – kann sich wunderbar einen eigenen Gemüsegarten anlegen. Möhren, Kopfsalat, Tomaten und Co. von der Saat bis zur fertigen Frucht aufzuziehen und dann in einem liebevoll zubereiteten Mahl zu verzehren, das ist wirklich etwas ganz Besonderes!

Im März können Möhren, Kohlrabi, Radieschen, Rucola oder Kresse sowie Kopfsalat gesät werden.

Im April ist es Zeit für selbst angebauten Spinat, Brokkoli, Kartoffeln, Erdbeeren, Auberginen, Paprika, Porree, Kohl und Spargel.

Im Mai gedeihen Kürbis, Zuckermais und Rosenkohl prächtig. Auch Sellerie, einige Kräuter, Gurken, Tomaten und Bohnen können nun gesät werden – jedoch sollten Sie hier bis nach den Eisheiligen warten, da die Pflanzen keinen Frost vertragen.

Im Juni dürfen Sie sich dann bereits über eine reichhaltige Ernte – zum Beispiel von Süßkirschen, Himbeeren, Rhabarber, Erdbeeren, Johannisbeeren, Möhren und Tomaten –freuen! Ausgepflanzt werden können im Juni noch Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Lauch, Rosenkohl und Gurken.

Hochbeet anlegen: Tipps für Einsteiger

Ideal für alle, die Rückenbeschwerden haben, ist ein Hochbeet zum Aufziehen von Gemüse. Verschiedene Modelle, beispielsweise aus Stein, Holz oder Beton, erhalten Sie im Gartencenter – ebenso wie speziell dafür vorgesehene Erde. Wer sich für ein Modell aus Holz entscheidet, sollte dieses unbedingt mit Teichfolie auskleiden, damit sich keine Feuchtigkeit staut. Außerdem sollte das Hochbeet freistehen, um eine optimale Luftzirkulation zu ermöglichen.

Warum Gemüse im Hochbeet besonders gut gedeiht? Das liegt an einem speziellen Schichtsystem, das für eine optimale Wärmeentwicklung sorgt. Beginnend mit der Drainageschicht, ist es wie folgt aufgebaut:

Grobe Drainageschicht aus Kieseln, Zweigen oder Ästen

Feine Grünschicht aus Laub oder Rasenschnitt

Kompostschicht aus Gartenabfällen, Kompost oder Komposterde

Pflanzschicht aus Hochbeeterde oder hochwertiger Blumenerde

Ein weiterer Vorteil des Hochbeetes: Pflanzen gedeihen schneller und lassen sich demnach auch eher pflanzen und ernten. Tipp: Sobald es draußen kalt wird, ist ein Schutzvlies nötig.

Nützlinge fördern, um Schädlinge zu vertreiben

Wer viel Arbeit, Zeit und Liebe in die Aufzucht seiner Pflanzen steckt, möchte Schädlinge natürlich tunlichst vermeiden. Greifen Sie aber – der Umwelt und Ihrer eigenen Gesundheit zuliebe – bitte nicht zu chemischen Mitteln. Mit ein paar Tricks können Sie Schnecken, Blattläuse und Co. auch mit natürlichen Methoden in Schach halten.

1. Nützlinge fördern:

In der Natur kommen viele Insekten vor, die uns bei der Gartenarbeit unterstützen und sogar Schädlinge vertreiben können. Dazu gehört zum Beispiel der Marienkäfer, der leidenschaftlich gerne Blattläuse vertilgt und dies äußerst effizient tut. Auch die Larve der Florfliege ernährt sich von Blattläusen und ist daher ein gern gesehener Gast im ökologischen Nutzgarten. Bienen und Hummeln wiederum helfen dabei, Obstbäume zu befruchten, weshalb man ihr Nahrungsangebot vielfältig gestalten sollte. Sie lieben Kirschblüten, Disteln, Glockenblumen, Margeriten, aber auch Kräuter wie Salbei und Thymian.

2. Schnecken vertreiben:

Frische Salate sind für sie ein Festmahl und so ist auch das Hochbeet nicht sicher vor Schnecken. Es sei denn, Sie sorgen für einen natürlichen Schutzwall aus Bergbohnenkraut, Kupferband oder Kaffeesatz – den Schnecken vergeht sofort der Appetit und sie meiden das mühevoll aufgezogene Gemüse.

3. Ätherische Öle einsetzen:

Was für uns angenehm duftet, ist vielen Schädlingen ein Grauen. Am besten werden sie rund ums Beet gepflanzt, ähnlich wie beim Hochbeet beschrieben. Lavendel, Salbei und Zwiebeln vertreiben Blattläuse, Thymian und Rosmarin schrecken Nacktschnecken ab und der scharfe Geruch von Meerrettich hält Kartoffelkäfer fern von Kartoffeln und Auberginen.

Richtig gießen im Sommer

Beim Gießen kann es, insbesondere an heißen Sommertagen, zu schweren Fehlern kommen. Vermeiden Sie es unbedingt, Ihre Pflanzen zur Mittagshitze zu gießen – das Wasser verdampft bei zu hohen Temperaturen und die Pflanzen können verbrennen. Wässern Sie stattdessen früh morgens oder abends, wenn es kühler ist. Und: Besser an wenigen Tagen kräftig als an vielen Tagen wenig gießen.

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