Immobilien-Teilverkauf

Wohnen wie immer.
Leben wie neu.

Immobilien Leibrente

Die eigene Immobilie war in der Vergangenheit oftmals die wichtigste Altersvorsorge. Insbesondere die ältere Generation hat großen Wert auf die abgezahlte Immobilie gelegt. Auch heute ist es noch immer ein Ziel, in den eigenen 4-Wänden den wohlverdienten Ruhestand genießen zu können.

Insbesondere in den letzten 10 Jahren sind die Preise für Immobilien stark gestiegen, sodass viele Eigentümer ein erhebliches Vermögen besitzen. Leider aber sind diese vorhandenen Werte außerhalb der Wohnmöglichkeit nur schwer nutzbar. Sollte also im Alter die laufende Liquidität gering sein und somit der Lebensstandard nicht gehalten werden können oder vorhandene Wünsche wie Reisen, Anschaffungen, mögliche Erneuerungen in und an der Immobilie -wie Küche oder Badezimmer- oder auch nötige Renovierungen nicht realisierbar sein, bietet sich eine „Immobilienverrentung“ an.

Neben dem Immobilien-Teilverkauf und der Umkehrhypothek stellt die sogenannte Leibrente eine weitere Option der Schaffung der Liquidität aus der eigenen Immobilie dar. Bei der Leibrente verkauft der Eigentümer gegen eine monatliche Rentenzahlung seine Immobilie komplett an einen Anbieter oder eine Privatperson.

Da der Verkäufer (ursprünglicher Eigentümer) in seinem Haus wohnen bleiben möchte, erhält dieser neben der monatlichen Rentenzahlung ein lebenslanges Wohnrecht an seiner früheren Immobilie. Zahlungen seinerseits müssen dafür nicht erfolgen.

Aus diesem Grunde ist aber bei der Berechnung des monatlichen Rentenzahlungsbetrages das Alter des Verkäufers ausschlaggebend. Denn je jünger der Verkäufer ist, je weniger monatliche Rentenzahlung erhält er. Sollte zum Beispiel ein 65jähriger Mann sein Haus mit einem Wert von 500.000 Euro verrenten wollen, so läge die monatliche Rentenzahlung unter 500 Euro. Bei einem 75 Jahre alten Mann hingegen steigt diese Rentenzahlung auf ca. 1.200 Euro. Für Frauen sind die Verrentungsberechnungen leider ungünstiger, da Frauen grundsätzlich eine längere Lebenserwartung als Männer haben.

Größter Vorteil der Leibrente ist, dass man als Verkäufer bis zum Lebensende eine vertraglich fest vereinbarte Summe als monatlichen Zahlungsbetrag erhält und sich auch um mögliche Instandhaltungen an der Immobilie nicht kümmern muss. Dieses Modell bietet daher insbesondere überaus sicherheitsorientierten Personen eine mögliche Option der Verrentung der eigenen Immobilie.

Nachteil des Leibrenten-Modells ist, dass in die kalkulatorische Rentenzahlung erhebliche Abschläge einfließen müssen, um das Langlebigkeitsrisiko zu minimieren. Dadurch liegt die monatliche Rentenzahlung oftmals unter den Erwartungen. Weiterer Nachteil ist die relativ starre Konstruktion dieses Verrentungsmodells. Bei einer Leibrente kann man immer „nur“ das ganze Haus veräußern und kann diese Entscheidung auch nicht mehr umkehren. So ist das Leibrenten-Modell recht unflexibel und lässt sich nicht auf den möglichen individuellen Bedarf des Eigentümers anpassen.

Dadurch, dass man seine ganze Immobilie für eine Leibrente veräußern muss, profitiert man auch nicht von möglichen zukünftigen Wertsteigerungen.

Wertentwicklung Immobilien

Auch ein Rückkauf durch mögliche Erben ist in diesem Verrentungsmodell nicht umsetzbar.

Problematisch ist es ebenso, wenn weitere Investitionen am Haus getätigt werden. Zukünftig gehen diese automatisch in die Wertsteigerung des Käufers über.

Beim Leibrenten-Modell ist insbesondere auf die vertragliche Gestaltung zu achten. Wichtig ist beispielsweise, dass eine Mindestanzahl an Raten gezahlt wird, die auch bei einem früheren Versterben an die Erben ausgezahlt werden müssen. Nur so sichert man ab, dass bei einem unerwartet frühen Tod der Käufer nicht übermäßig bevorteilt wird. Besondere Wichtigkeit hat zudem die Eintragung des Wohnrechtes im Grundbuch. Denn sollte der Leibrentenanbieter insolvent werden und eine mögliche Verwertung des Hauses drohen, müsste der Verkäufer im schlechtesten Fall doch das gewohnte Umfeld verlassen. Es ist daher ratsam, sich bei der Bewertung des Vertragswerkes bestenfalls professionelle Unterstützung zur Beurteilung hinzu zu ziehen und einen Rechtsberater einzubinden.