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Veröffentlicht am 17. Mai 2021

Hausanbau: Planung, Tipps und Kosten

Hausanbau: Planung, Tipps und Kosten im Check. Vom Bauantrag über den Ablauf bis hin zu den Baukosten: Alles, was Sie zum Hausanbau wissen und einkalkulieren müssen.

Vom Gartenhaus bis zum Carport: Mit einem Hausanbau lässt sich das Grundstück individuell erweitern und nach den persönlichen Wünschen gestalten – jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt und unter klar geregelten Auflagen. Was Sie beim Hausanbau beachten sollten, wann Sie eine Genehmigung benötigen und was ein Anbau am Haus kostet: Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Das sollten Sie beim Hausanbau beachten

Das Eintritt in die Regelaltersrente liegt für die meisten Menschen mittlerweile bei 67 Jahren – ein langer Weg, wenn man sich seinen Ruhestand herbeisehnt. Wer früher in Rente gehen möchte, muss mit teilweise erheblichen und lebenslangen Abschlägen rechnen. Für die vorgezogene Altersrente ab 63 gibt es folgende Optionen:

Ganz gleich, ob es um Schönheitsmaßnahmen oder die Verbesserung der Energieeffizienz geht: Ein Hausanbau kann sehr zeitintensiv sein und sollte gut geplant werden. Hier einige Tipps für Ihr Vorhaben:

  1. Wünsche Der erste Schritt zum Hausanbau ist die Definition Ihrer Wünsche: Was soll es werden? Eine Vergrößerung der Wohnfläche durch einen umfassenden Anbau, der Bau eines Wintergartens oder die Errichtung eines Carports? Machen Sie sich eine grobe Vorstellung, finden Sie Inspirationen und suchen Sie sich Beispiele heraus, die Sie mit Ihrem Architekten besprechen können.

  2. Architekt Sofern es sich nicht um kleine Baumaßnahmen handelt, kann das Engagieren eines Architekten sinnvoll sein. Insbesondere dann, wenn es sich um eine Verlängerung, Verbreiterung oder Aufstockung eines Wohnhauses handelt. Er übernimmt nicht nur die Planung des Hausanbaus nach Ihren Vorstellungen, sondern bereitet auch sämtliche Unterlagen für den Bauantrag vor und weiß genau, was das Bauamt sehen möchte. Hier finden Sie einen Architekten in Ihrer Nähe.

  3. Bauamt Ist für Ihr Vorhaben eine Baugenehmigung nötig? Besprechen Sie dies mit Ihrem Architekten und der örtlichen Gemeinde, damit es später keine böse Überraschung gibt.

  4. Budget Passen Ihre Vorstellungen und Pläne zu Ihrem Budget und haben Sie ausreichend Kapital? Wer keinen Kredit aufnehmen möchte, aber dennoch finanzielle Mittel benötigt, kann über einen Immobilien-Teilverkauf nachdenken. Dabei werden maximal 50 Prozent Ihres Eigentums an Engel & Völkers LiquidHome verkauft, jedoch behalten Sie als wirtschaftlicher Eigentümer weiterhin sämtliche Nutzungsrechte sowie ein lebenslanges Wohnrecht. Sie können in Ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben und diese nach Ihren Vorstellungen gestalten, erhalten aber durch die Auszahlung des Teilverkaufspreises gleichzeitig neues Kapital für den Hausanbau.

  5. Brandschutz Aus Brandschutzgründen schreibt das Gesetz vor, dass zwischen freistehenden Häusern mit Anbau und angrenzenden Gebäuden ein Abstand von mindestens 3 Metern bestehen muss. Ausnahme: Ist das angrenzende Gebäude durch eine Brandschutzmauer geschützt, dient diese als Grenze, auch wenn der Abstand weniger als 3 Meter beträgt.

Hausanbau: Nur mit Genehmigung?

Den Wintergarten nach Herzenslust planen und einfach drauf los bauen? Auch wenn wir in Deutschland grundsätzlich Baufreiheit genießen und Eigentümer ihre Grundstücke nach ihren Wünschen gestalten können: Ganz so einfach ist es leider nicht. Wer einen Anbau am Haus plant, muss sich von der örtlichen Baubehörde in vielen Fällen eine Baugenehmigung erteilen lassen. Erst wenn diese erteilt wurde und klar ist, dass die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden, dürfen Sie mit dem Hausanbau beginnen. Die Bearbeitung kann wenige Wochen bis mehrere Monate beanspruchen – planen Sie also rechtzeitig.

Mit Glück benötigen Sie aber auch gar keine Baugenehmigung – das hängt in der Regel vom Bebauungsplan Ihrer Gemeinde ab und sollte dort vorab erfragt werden. Je nach Bundesland gibt es hier große Unterschiede: Während der Bau eines Wintergartens in Bayern immer einer Genehmigung bedarf, gilt dies in Thüringen zum Beispiel nur für beheizte oder sehr große Modelle. Teilweise reicht eine schriftliche Zustimmung der Nachbarn aus, teilweise erfordert aber selbst die Terrassenüberdachung einen Bauantrag. Was immer gilt, ist die Profilgleichheit: Ein Hausanbau muss stets zum jeweiligen Baugebiet passen. Wer einfach nach eigenem Ermessen anbaut, betreibt unter Umständen Schwarzbau – und das kann teuer werden: Bis zu 50.000 Euro Strafe können hier fällig werden.

Was muss ein Bauantrag enthalten?

Stellen Sie sicher, dass Ihr Bauantrag zum Zeitpunkt der Einreichung sämtliche Unterlagen enthält – andernfalls kann das Prozedere sich unnötig in die Länge ziehen. Wichtig: Nicht jeder kann einen Bauantrag stellen. In der Regel wird dies von einem Architekten oder Bauingenieur gemacht.

  • Berechnung von Wohn- und Nutzfläche
  • Auszug der örtlichen Liegenschaftskarte
  • Bauzeichnung der Architekten im Maßstab 1:100
  • Spezifische Baubeschreibung mit technischen Angaben zum Bauvorhaben
  • Angaben zu Entwässerung, Wasserversorgung und Erschließung
  • Nachweise über Statik, Wärmedämmung, Brandschutz und Schallschutz
  • Unterzeichneter Bauantragsvordruck
  • Eventuell Zustimmung der Nachbarn

Haben Sie alle Unterlagen beisammen, werden sie in dreifacher Ausführung beim Bauamt eingereicht.

Was kostet ein Bauantrag?

Auch ein Bauantrag muss geprüft, bearbeitet und abgestimmt werden – natürlich lässt das Bauamt sich dies entsprechend bezahlen. Generell werden etwa 0,5 Prozent der gesamten Baukosten für einen Bauantrag einkalkuliert. Bei Kosten von 300.000 Euro wären das also 1500 Euro. Auch wenn die Kosten für den Anbau sehr gering sind, wird ein Mindestbetrag von etwa 100-200 Euro fällig.

Wie groß darf ein Hausanbau sein?

Wie viele Etagen darf ein Gebäude haben? Wie umfangreich darf ein Anbau werden? Auch das ist im Bebauungsplan der jeweiligen Gemeinde festgelegt und kann – je nach Bundesland – stark variieren. Beispiel: In einer Ortschaft, in der eine eingeschossige Bauweise vorgesehen ist, darf die Grundfläche des zweiten Geschosses nicht mehr als zwei Drittel der Fläche des Untergeschosses umfassen. Außerdem sind beim Hausanbau Brandschutzmaßnahmen und die damit einhergehenden Abstandsvorschriften einzuhalten (s. oben: Das sollten Sie beim Hausanbau beachten).

Was kostet ein Hausanbau?

Die Kosten für einen Hausanbau sind so vielfältig wie die Möglichkeiten selbst – und natürlich macht es einen Unterschied, ob es um die Schaffung von Parkplätzen, den Ausbau des Kellers oder die Verlängerung eines Hauses geht. Ganz grob sollten Sie beim Hausanbau einer bestehenden Immobilie pro Quadratmeter mit Baukosten von 1.300 bis 2.500 Euro rechnen. Bei einem Anbau von 20 m² können Sie also zwischen 20.000 und 36.000 Euro einkalkulieren. Beim Anbau von 30 m² würden Sie zwischen 30.000 und 54.000 Euro liegen. Hinzu kommen dann noch unterschiedliche Gebühren und Honorare. Hier ist es ratsam, vorab einen Kostenplan aufzustellen, der folgendes beinhalten sollte:

  • Baukosten (Größe, Bodenbeschaffenheit, Grundriss, Dachform, Ausstattung, Materialien)
  • Architektenhonorar
  • Baugenehmigung
  • Vermessungsgebühren

Nicht selten ist ein Hausanbau teurer als der Bau eines neuen Gebäudes. Es ist also sehr empfehlenswert, die Kosten vorab gründlich zu prüfen und abzuwägen, ob das Vorhaben wirklich Sinn macht.

Ökologisches Bauen: Der nachhaltige Hausanbau

Wer über einen umfassenden Hausanbau nachdenkt, sollte auch nachhaltige Maßnahmen in Erwägung ziehen – zum Beispiel um die Energieeffizienz zu steigern oder die Umwelt mit ökologischen Baustoffen zu schonen. Damit leisten Sie nicht nur einen wichtigen Beitrag für unser Klima, sondern können auch den Wert Ihrer Immobilie steigern. Inspirationen und hilfreiche Tipps zum nachhaltigen Bauen finden Sie hier.

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