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Veröffentlicht am 15. Juni 2021

Energiesparen: Tipps für zu Hause

Die Umwelt schonen und Geld sparen: Mit unseren Energiespar-Tipps für Wasser, Strom und Wärme profitieren Sie doppelt.

Ob Gefriertruhe, Wäschetrockner oder Computer: Im Haushalt verstecken sich viele Stromfresser. Dabei kann Energiesparen so einfach sein! Mit unseren Tipps lassen sich erhebliche Mengen an Strom, Wärme und Wasser reduzieren – das schont nicht nur die Umwelt und das Klima, sondern auch den Geldbeutel.

Energie sparen: Stromfresser reduzieren

Welchen Unterschied macht es schon, ob man den Stecker der elektrischen Zahnbürste zieht oder die Kühlschranktemperatur um 1 Grad reduziert? Eine Menge! Denn am Ende ist es die Summe vieler Kleinigkeiten, die beim Thema Energiesparen einen großen Unterschied macht. Anhand der folgenden Beispiele wird deutlich, wie viele Energieräuber sich im Haushalt verstecken – und wo sich effizient sparen lässt.

In der Küche

  • Der Kühlschrank kann bis zu einem Viertel des gesamten Stromverbrauches ausmachen – insbesondere dann, wenn es sich um ein altes Gerät handelt. Beim Umstieg von einem Modell mit Energieeffizienzklasse B auf einen Kühlschrank der Klasse A+++ lassen sich jährlich unglaubliche 160 Kilogramm CO2 und etwa 74 Euro sparen. Auch die richtige Temperatur trägt zum Energiesparen bei: Je niedriger diese ist, desto mehr Strom wird verbraucht. Optimal sind 7 Grad, kombiniert mit der richtigen Lagerung von Lebensmitteln.

  • Das Gefrierfach sollte spätestens dann abgetaut werden, wenn sich eine Eisschicht gebildet hat – denn durch sie kann der Energieverbrauch sich um 30 Prozent erhöhen. Auch wichtig: Lassen Sie die Tür nie länger als nötig geöffnet.

  • Ein Wasserkocher ist am effizientesten, um Wasser schnell und energiesparsam zu erhitzen. Aber: Befüllen Sie das Gerät immer nur mit der Wassermenge, die Sie benötigen. Auch beim Kochen auf dem Herd gibt es einen simplen Trick: Verwenden Sie immer Töpfe mit Deckel. Bei fünf Mahlzeiten pro Woche lassen sich so jährlich um die 45 Euro und 100 Kilogramm CO2 einsparen – ganz zu schweigen vom Zeitfaktor.

  • Die Waschmaschine bietet ebenfalls großes Potenzial zum Energiesparen: Waschen Sie regelmäßig bei 30 Grad statt bei 60 Grad, können Sie den Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent senken. Denn: Die meiste Energie wird zum Erhitzen des Wassers aufgewendet. Sehr hohe Temperaturen sind bei fleckenfreier Kleidung aber in der Regel gar nicht nötig – ebenso wie eine Vorwäsche. Hier reicht oft schon das Kurzwaschprogramm. Ein weiterer Tipp: Anstatt mehrmals in der Woche zu waschen, sollte die Maschine erst bei voller Trommel genutzt werden.

  • Der Wäschetrockner gehört zu den größten Stromfressern im Haushalt. Wer darauf verzichtet und stattdessen im Waschkeller, im Garten oder auf dem Balkon trocknet, kann jährlich leicht um die 180 Euro sparen.

Im Badezimmer

  • Die elektrische Zahnbürste sollte nicht dauerhaft am Stromnetz angeschlossen sein. Es genügt vollkommen, sie einmal pro Woche aufzuladen und den Stecker anschließend zu ziehen. Ein kleiner Handgriff, der Energie und Geld spart.

  • Ähnliches gilt für den Fön, den elektrischen Rasierer oder das Glätteeisen: Stecken Sie diese Geräte nur dann an das Stromnetz, wenn Sie sie auch benutzen.

  • Das Wasser laufen lassen, während die Zahnpasta aufgetragen wird? Das muss nicht sein und summiert sich über das Jahr. Achten Sie darauf, den Hahn immer nur dann aufzudrehen, wenn Sie auch wirklich Wasser benötigen. Hilfreich kann hier auch ein Sparduschkopf mit Durchflussbeschränker sein.

Im Wohnzimmer

  • Wer effizient heizt, kann dadurch eine Menge Geld und Strom sparen. Reduzieren Sie die Temperatur in Ihrer Wohnung beispielsweise um nur ein Grad, sinkt der Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent – und die Kosten pro Jahr um 135 Euro. Bei zwei Grad wäre die Ersparnis schon doppelt so hoch. Natürlich soll dies nicht auf Kosten der Wohnqualität gehen. Um Komfort und Effizienz zu vereinen, können Sie sich an folgende Werte halten: 16 bis 18 Grad im Schlafzimmer, 18 bis 20 Grad in der Küche, 20 bis 22 Grad im Wohnzimmer und 23 Grad im Badezimmer. Vor Einbruch des Winters sollten die Heizungsanlagen, insbesondere bei alten Häusern, unbedingt entlüftet werden.

  • Die Klimaanlage gehört ebenfalls zu den Geräten mit dem größten Stromverbrauch – hierzulande ist sie aber eigentlich nicht nötig. Selbst an heißen Tagen genügt es in der Regel, sich an folgende Regel zu halten: Die Fenster am Tag geschlossen halten und erst in der Nacht lüften, sodass die kalte Luft die Wohnung abkühlen kann. Stoßlüften ist effizienter, als die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen. Wie sich insbesondere im Frühjahr Energie sparen lässt, lesen Sie hier.

  • Während herkömmliche Glühbirnen sehr ineffizient sind – hier werden gerade einmal 5 Prozent der Energie zur Lichterzeugung genutzt – enthalten Energiesparlampen giftiges Quecksilber. LED-Birnen hingegen sind unbedenklich und sparsam. Ersetzen Sie sämtliche Glühlampen durch LED-Birnen, reduzieren Sie Ihren Energiebedarf um bis zu 90 Prozent und sparen bis zu 200 Euro im Jahr.

  • Standby-Geräte erschweren das Energiesparen im Haushalt enorm – denn Sie verbrauchen auch ungenutzt Strom. Ob Computer, Fernseher oder Saugroboter: Achten Sie darauf, die Stecker von Elektrogeräten zu ziehen, wenn diese nicht verwendet werden. Alternative: Nutzen Sie Steckleisten mit Kippschalter für das besonders schnelle Ein- und Ausschalten mehrerer Geräte.

Strom sparen zu Hause: Energetische Sanierung

Wer eine Immobilie besitzt, die bereits etwas in die Jahre gekommen ist, kann außerdem über eine energetische Sanierung nachdenken. Ob die Dämmung des Daches, die Erneuerung von Fenstern und Heizungsanlagen oder die Installation einer ]Photovaltik-Anlage: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ein Haus energieeffzient zu gestalten und entsprechend umzubauen. Alleine durch die professionelle Wärmedämmung der Außenfassade lassen sich bis zu 25 Prozent Energiekosten sparen, eine moderne Heizungsanlage bringt es auf bis zu 30 Prozent. Anregungen für weitere sinnvolle Sanierungsmaßnahmen finden Sie in diesem Beitrag. Je nach Umfang des Umbaus können allerdings sehr hoher Kosten entstehen. Diese lassen sich entweder durch spezielle Förderkredite, beispielsweise bei der KfW, oder auch einen Immobilien-Teilverkauf decken.

CO2 sparen mit Ökostrom

Ein Wechsel zu einem klimaneutralen Ökostrom-Anbieter schont zwar nicht das Portemonnaie, jedoch können hier beträchtliche Summen an CO2-Emissionen eingespart werden – so leisten Sie mit dem Umstieg auf einen nachhaltigen Stromversorger einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Bei einer dreiköpfigen Familie mit einem Verbrauch von 3500 kWh liegt die Ersparnis bei durchschnittlich 935 Kilogramm CO2 im Jahr. Eine Investition, die sich langfristig für alle auszahlt.

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